My name is Johannes – a practitioner, guide, and bodyworker grounded in direct experience, honest connection, and a deep trust in the body.
My work invites you back to your body – to listen, to feel, and to remember.
Through presence, something quiet returns: breath, clarity, and the truth that has always lived beneath the surface.
Share
💛 Wenn der Körper erinnert, was der Verstand vergessen hat
Published 11 days ago • 3 min read
#ISSUE 22
Es gibt eine Art von Müdigkeit, die nicht verschwindet, egal wie viel man schläft.
Deine Brust ist eng. Dein Atem flach. Du hast gelernt, so weiterzumachen - durchzuhalten, zu funktionieren. Und doch fragt dein Körper irgendwo darunter, ganz leise:
Was trage ich noch in mir?
Der Körper trägt weiter
Ich habe in letzter Zeit viel über Trauer nachgedacht. Über die Art von Trauer, die sich über Jahre hinweg ansammelt.
Trauer um Beziehungen, die ohne Abschluss geendet haben. Trauer um Träume, die du irgendwann losgelassen hast. Trauer um die Version von dir selbst, die du nicht mehr sein kannst. Trauer um Verluste, die nie benannt wurden - und nie zu Ende gefühlt.
Du weinst nicht. Du pausierst nicht. Du machst einfach weiter - hältst den Atem zurück, spannst dich an, schluckst hinunter, was eigentlich Ausdruck finden möchte.
Wenn sich Schutz in Erschöpfung verwandelt
Wilhelm Reich nannte das den Charakterpanzer - eine Art innere Rüstung. Der Körper baut schützende Wände um Gefühle, die einmal zu überwältigend waren, um sie zuzulassen. Das ist intelligent. Es dient dem Überleben.
Aber mit der Zeit kosten diese Wände Kraft - Lebensenergie, nur um sie aufrechtzuerhalten.
Und diese Erschöpfung, die du nicht ganz erklären kannst?
Vielleicht ist es genau das.
Jemand schrieb mir kürzlich nach einem intensiven Wochenende:
„Ich fühle mich körperlich viel ausgeglichener. Ich bin zwar noch nicht zu 100 % stabil, da dies eine sehr schwierige Phase in meinem Leben ist, aber ich fühle mich geerdeter. Insgesamt ist da mehr Leichtigkeit in meinem Körper. Und dadurch wird es leichter zu leben. Leichter zu atmen.“
Leichter zu leben. Leichter zu atmen.
Das ist es, was sich verändert, wenn man aufhört, seine Trauer auf Abstand zu halten - und beginnt, Verantwortung zu übernehmen für den Teil, der gefühlt werden möchte.
Nicht Verantwortung im Sinne von Schuld. Du hast den Verlust nicht verursacht. Auch nicht das Trauma oder die Dinge, die dir widerfahren sind.
Aber du hast Verantwortung dafür, was du heute damit machst.
Für die Rüstung, die du aufrechterhältst. Für den Atem, den du zurückhältst. Für die Teile in dir, die du versteckt hältst, weil es einmal zu gefährlich war, sie zu fühlen.
Wenn du bereit bist, dem zu begegnen - nicht um es zu reparieren, nicht um es aus dem Weg zu räumen, sondern um es wirklich zu spüren - dann weiß der Körper, was zu tun ist.
Die chronische Spannung, die so viel Lebensenergie braucht?
Sie beginnt sich zu lösen. Langsam. Schritt für Schritt.
Sodass du dich erinnerst, wie es ist, zu atmen - ohne so viel Anstrengung.
Ein geschützter Raum
Manchmal fragen mich Menschen, ob diese Arbeit sie zusammenbrechen lässt.
Vielleicht, ja.
Aber in einem Schutzraum zusammenzubrechen ist etwas anderes, als alleine.
In einem geschützten Raum bist du eingeladen, dich dem zu stellen, was da ist. Verantwortung zu übernehmen, zu fühlen, was gefühlt werden will.
Du darfst fallen, wenn es nötig ist. Zittern, weinen - und deinen Körper vollenden lassen, was er vor Jahren begonnen hat.
Die Trauer will zu Ende gehen. Dein Körper weiß, wie. Er braucht nur die richtigen Bedingungen und deine Bereitschaft, dich nicht länger vor dir selbst zu schützen.
Wenn der Panzer weicher wird, fühlst du dich nicht nur „besser“. Du fühlst mehr. Mehr Leben. Mehr Präsenz. Mehr Raum - für Freude, für Verbundenheit, für tiefes Atmen.
Die Anspannung lässt nach. Der Atem wird tiefer. Und plötzlich ist da wieder Platz.
Wenn etwas davon in dir nachklingt, weißt du es wahrscheinlich schon.
Vielleicht hat sich deine Brust beim Lesen angespannt. Vielleicht hast du deinen Atem bemerkt.
Ab Februar ändere ich meinen Rhythmus: Es gibt keine Sessions mehr am Montag.
Meine neue wöchentliche Verfügbarkeit:
Dienstag: 9:00–11:30 / 12:00–14:30
Mittwoch: 15:00–17:30 / 18:00–20:30
Wieso?
Ich brauche mehr Weite in meiner Woche. Und ich habe etwas über Sessions am Morgen gelernt - es gibt eine andere Qualität in der Arbeit, wenn wir früh zusammenkommen.
Eine andere Art von Präsenz wird möglich.
Für dich und für mich.
So sieht mein Februar aus:
Berlin Sessions (5 Plätze):
14. Februar — 2 Plätze frei
17. Februar — noch ein Platz frei
18. Februar — 2 Plätze frei
Ende Februar bin ich in Portugal.
Arbeitest du bereits mit mir? Dann buchst du deine Session wie gewohnt über diesen Link.
Denkst du darüber nach zu beginnen - oder zurückzukommen? Diese drei Tage sind dein Zeitfenster.
Antworte einfach auf diese Mail, und wir sprechen in Ruhe.
Online-Sessions sind auch möglich.
Manchmal brauchen wir nicht noch eine weitere Strategie, um zu halten, was wir halten.
Manchmal brauchen wir die Bedingungen, unter denen wir es endlich loslassen können.
Bis bald,
Johannes
P.S. Dein Körper hat etwas für dich gehalten, bis du bereit warst, es zu fühlen. Wenn du das hier liest, bist du vielleicht bereit.
My name is Johannes – a practitioner, guide, and bodyworker grounded in direct experience, honest connection, and a deep trust in the body.
My work invites you back to your body – to listen, to feel, and to remember.
Through presence, something quiet returns: breath, clarity, and the truth that has always lived beneath the surface.
#ISSUE 23 Als Ilona mich gefragt hat, ob ich mir ihr ein Retreat für Paare organisieren möchte, war die Antwort klar: JA. Denn genau darauf zielt meine Arbeit ab. Intimität zerbricht nicht an der Technik. Sie zerbricht im Moment vor der Berührung – im Atem, den du anhältst, in der Präsenz, die dir plötzlich entgleitet, in dem unbewussten Zusammenziehen deines Körpers, ohne dass du es bemerkst. Vielleicht liegt eine alte Erfahrung dahinter, die dir gezeigt hat, dass Nähe nicht sicher ist....
#ISSUE 22 Reader, Lese den Newsletter hier in deutsch There's a particular kind of tiredness that doesn't respond to sleep. Your chest feels tight. Your breath shallow. You've learned to function like this - to push through, to manage. But somewhere underneath, your body is asking: What am I still carrying? The body keeps holding I've been thinking about grief lately. The kind that accumulates quietly over years. The relationships that ended without closure. The dreams you let go. The version...
#ISSUE 20 Reader, Lese den Newsletter hier in deutsch It's 7am in Berlin on January 1st. You might still be asleep. Or nursing a headache. Or wondering why champagne seemed like a good idea. But let me ask you something: Do you feel ready for 2026? Or does something from last year feel... unfinished? Not your to-do list. Not your goals. Something in your body. Your calendar resets on January 1st. Your nervous system doesn't. The moments you pushed through? The conversations you didn't have?...